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-- Politik & Gesellschaft
--- Vom sozialen Aufstieg

Kenon - 19.11.2019 um 22:50 Uhr

Es ist die Tragik des von unten aufsteigenden Menschen:
Er hat sein ganzes Leben nur gelernt, an sich selbst zu denken, um sein hartes Leben zu verbessern, die Eltern zu übertrumpfen, sich etwas leisten zu können (neuestes Iphone, ICE-Fahrten 1. Klasse, die 400.000 EUR Gipskarton-Wohnung, Bio-Limonade). Wenn er dann die mittlere Führungsschicht erreicht hat, kann er nur tun, was er sein ganzes Leben getan hat: An sein eigenes Vorankommen, sein Einkommen zu denken. Die anderen werden schon an sich denken, und wenn sie es nicht tun:
“Das sind mir nützliche Idioten”.
So klettert und klettert der Aufsteiger und bleibt doch immer nur ganz unten.
Ganz unten.




Kenon - 08.08.2020 um 09:22 Uhr

Zitat:

nichts anderes tue ich, als daß ich umhergehe um Jung und Alt unter euch zu überreden, ja nicht für den Leib und für das Vermögen zuvor noch überall so sehr zu sorgen als für die Seele, daß diese aufs beste gedeihe, zeigend wie nicht aus dem Reichtum die Tugend entsteht, sondern aus der Tugend der Reichtum, und alle andern menschlichen Güter insgesamt, eigentümliche und gemeinschaftliche.

Platon - Apologie des Sokrates




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