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-- Lyrik
--- glaubensleben

1943Karl - 09.01.2012 um 16:30 Uhr

verwirrt suche ich unter irrtümern
meinen gewohnten gott
zwischen wolken und wolkenkratzern
fliegen touristenmaschinen
in südseeurlaubsparadiese
bis zur vertreibung
soll sich das wetter dort halten
wie wissenschaften beweisen
ergibt jede antwort
eine neue frage
und heilige sind sowieso
immer schon tot

wer glaubt
muss eben zweifeln können




raimund-fellner - 13.01.2012 um 15:33 Uhr

Dem "Glauben" nach sind Heilige nicht tot, sondern leben bei Gott und setzen sich für uns ein. Freilich kann man daran zweifeln, wie überhaupt, ob es Gott gibt und ein ewiges Leben aufgrund der Gnade eines barmherzigen Gottes. Ich meine, der Träumer, der von der Liebe in Wonne und unvergänglicher Freude träumt, hofft, dass es einen guten barmherzigen Gott gibt, der seine Träume wahr macht oder noch übertrifft, denn wer sonst sollte sie wahr machen. Aus eigener Kraft, wird er es, meine ich, nicht schaffen. Freilich, das ist klar, muss er das Seine dazu tun, damit die Träume schon hiesig wahr werden.



1943Karl - 13.01.2012 um 18:49 Uhr

Lieber Raimund,
danke für deinen Kommentar. Heilige leben zumindestens nicht mehr auf der Erde.
Ansonsten bewundere ih Menschen, die an einen Gott glauben können. Ich kann es nicht. Aber ich glaube an die Liebe ...
Gruß
Karl




raimund-fellner - 14.01.2012 um 08:33 Uhr

Lieber Karl,
wenn Du an die Liebe glaubst, und wenn Gott die Liebe ist, wie im 1. Johannesbrief behauptet wird, dann glaubst Du, die beiden Prämissen als wahr vorausgesetzt, an Gott.
Das ist jedenfalls nach aristotelischer Logik logisch so richtig geschlossen. Oder?
Mehr darüber über den Zusammenhang von Gott und Liebe (Eros) in meiner Website Option "Eigene Philosophie". www.raimund-fellner.de
Es grüßt Raimund




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