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-- Lyrik
--- friedensdienste

1943Karl - 11.10.2009 um 18:21 Uhr

aufgespießt vom kirchturm
gießt der herbstsonnenball
rotgold über bäume
und straßenpflaster

sitze auf dem zaun
am friedenspark
fange angstaugenblicke ein
um sie lächelnd zu entschärfen

nur kinder
lächeln zurück




birnenpalme - 11.10.2009 um 19:22 Uhr

Hallo Karl,
gefällt mir fast sehr gut. Wenn nach dem "entschärfen" schluss wäre, bliebe dem Leser (ich meine mich) noch Spielraum für eigene Fantasien. Mit den lächelnden Kindern drängt sich mir etwas Klischeehaftes auf, was mich eher wieder verstört. Aber wie gesagt, sonst toll!

Liebe Grüße, Wolfgang




HelmutMaier - 12.10.2009 um 11:40 Uhr

Erstens:
Wie gut, dass jemand den Friedenspark angelegt hat. Vielleicht wäre der schöne Text sonst nicht zustande gekommen.
Zweitens:
Einerseits stimme ich Wolfgang völlig zu, ganz besonders, was die Beurteilung als "toll" angeht.
Andererseits wäre das ohne die zwei letzten Zeilen ein Gedicht mit weniger Kommunikation - und man würde es vielleicht gar nicht merken. Aber nur mit der Kommunikation gelingt die Entschärfung der Angstaugenblicke.

Liebe Grüße
Helmut




1943Karl - 13.10.2009 um 15:36 Uhr

Hallo birnenpalme, hallo Helmut,
es stimmt, ich bediene da ein Klischee. Es geht auch ohne die beiden Zeilen. Aber ich würde das Gedicht gern mit einem erfolgreichen Friedensdienst beenden.
Gruß
Karl




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