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-- Lyrik
--- Häresie

Blasebalq - 03.01.2009 um 00:35 Uhr

Häresie


Hase sei mein Gott.
Haken statt Hassan schlagen, mümmeln statt verstümmeln.
Leben lassen, was mich leben lässt. Formschöne Löffel statt Bogenohren,
Fellflaum statt Pickel in den Poren. Häsheit, füg dich, angeboren.
Elegie halb Nörgelei. Leg mir ein Ei.

Hase sei mein Gott. Sein Reich sei die Grüne.
Grau und schwarz, verbanne euch!
VERBANNT MÖGET IHR SEIN!

VERBRANNT! Die Flamme, sehe, sie schreit.
Schrei heraus, das Feuer. Das Wasser.
Luft, erfrischt Denken und Zeit. Zeit sei vorbei.
Verfaule, sei Ei.
Der Erde zum Wohle.




1943Karl - 03.01.2009 um 16:56 Uhr

Liebe Blasebalq,
die ersten drei Viertel deines Gedichts gefallen mir sehr. Sie haben einen genial lakonischen Unterton, Wortspiele und Ironie.
Im letzten Teil wird es mir dann leider etwas zu pathetisch. Ich finde, das Pathos müsste gebrochener daherkommen.
Herzliche Grüße
Karl




Blasebalq - 05.01.2009 um 01:00 Uhr

Diese Nachricht wurde von Blasebalq um 01:01:39 am 05.01.2009 editiert

Du, Sie, Herr Feldkamp,

danke für die Einschätzung.
Ich verstehe mich verzüglich darauf, pathetisch zu brechen ... eine einschlägige Tragödie grotesken Ausmaßes konnte erst kürzlich am Silvesterabend hervorragende Kritiken ernten ... aber Pathos zu brechen übersteigt meine bescheidenen Fähigkeiten.

Könnten Sie du mir hierbei vielleicht behilflich sein?


Oh ... und ... ich bin kein Mädchen.
Auch wenn ich heulen kann wie eins.




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