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Literaturforum:
Der ferne Gott


Forum > Lyrik > Der ferne Gott
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Autor
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Thema: Der ferne Gott
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mande
Mitglied
  365 Forenbeiträge seit dem 12.02.2007
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| Eröffnungsbeitrag |
Abgeschickt am: 19.03.2007 um 12:04 Uhr |
(Beitrag auf Wunsch des Autoren zurückgezogen)
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Arjuna
Mitglied
  485 Forenbeiträge seit dem 27.02.2007

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| 1. Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 19.03.2007 um 12:38 Uhr |
Diese Nachricht wurde von Arjuna um 12:39:18 am 19.03.2007 editiert
"Der ferne Gott",
muss man den herbeizitieren?
und mit der Ewigkeit wär ich ganz vorsichtig.
Mischung aus Pathos und
banaler Heimatdichtung.
Gruß,A
- Ich bin nicht immer meiner Meinung - Paul Valéry
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mande
Mitglied
  365 Forenbeiträge seit dem 12.02.2007
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| 2. Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 19.03.2007 um 13:28 Uhr |
Ich begreife deine Bemerkungen von ´Pathos´ und ´banaler Heimatdichtung´ nicht.
Sicher, ist deine Sicht, und nehme es zur Kenntnis.
Doch jetzt, nicht als Verteidigung, (denn ´Künstler´ schaffen ihre ´Werke´ und ´Kritiker´ bestimmen, was ist ´Kunst´ und ´Krempel´) sondern nur als Feststellung: Du bist der erste, der darin ´Pathos´ und
´banale Heimatdichtung ´sieht. Und verstehe es mit
besten Willen nicht. Gerade zu diesem Gedicht habe ich viele Stellungnahmen bekommen. Nicht, dass alles ein Lob war. Doch ´Pathos´ und ´banale Heimatdichtung`!?
Deine Bemerkung:
"Der ferne Gott", muss man den herbeizitieren? und
´mit der Ewigkeit wäre ich ganz vorsichtig.´
Warum muss ich ganz vorsichtig sein?
Und warum kann ich nicht den ´fernen Gott´ herbeizitieren?
Was hat dies alles mit Pathos und banaler Heimatdichtung zu schaffen.
Nicht, dass ich ein Lob hören wollte, dies bekommt man nie von allen. Ich sehe nur keinen richtigen Sinn in deinen Bemerkungen.
Aber, in Ordnung.
Mit Grüssen,
Mande
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Arjuna
Mitglied
  485 Forenbeiträge seit dem 27.02.2007

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| 3. Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 19.03.2007 um 16:28 Uhr |
Hallo mande,
Du kannst alles schreiben, was DIR gefällt.
Ich möchte dir in keiner Weise deine Art Dichtung nehmen, wenn sie deinem Empfinden entspricht.
Nur:
für eine Veröffentlichung dürfen auch strengere Maßstäbe angesetzt werden. Man stellt sich schließlich einem - wie ich hoffe - kompetenten Publikum..
Für moderne Lyrik/Literatur gibt es selbstverständlich auch objektive Maßstäbe.
An denen kann/sollte man sich orientieren -vorausgesetzt, man dichtet nicht nur für sich selbst .
Ich zitiere aus den Jokers Lyrikwettbewerb -Tipps :
"Gedichte sollen einfach und genau sein und damit Aufgeblasenheit, Verschwommenheit, Schwulst und Manieriertheit ausschließen."
Ebenso wichtig: Strenge Logik und vermeiden von Füllseln und zu vielen Adjektiven.
Dein Gedicht:
"Ein zartes Reh auf heller Lichtung"
-ist mir zu kitschlastig.
"Ein ferner Gott bedient den Hebel"
-Wenn der Gott ferne ist , so bedient er dennoch keinen Hebel! Oder sitzt er in einer Schaltzentrale?
"Der Jäger sieht die Ewigkeit"
-ist verschwommen. Sieht er die Ewigkeit , weil er mittels Hebelumlage in die ewigen Jagdgründe befördert wurde?
"das zarte Reh, es springt wie wild"
-obwohl es zart ist, ja, aber es soll sich ja reimen.
"Der ferne Gott, er lächelt mild"
sowie
"Der ferne Gott bedient den Hebel"
ist eine harmlose , aber dennoch Gottesverkitschung.
Darüber hinaus fehlt mir eine Aussage in deinem Gedicht....
So, wie es jetzt ist, plätschert es einfach nur dahin.
Ich wünsche dir weiter viel Spaß beim Dichten.
Gruß, A
- Ich bin nicht immer meiner Meinung - Paul Valéry
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mande
Mitglied
  365 Forenbeiträge seit dem 12.02.2007
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| 4. Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 19.03.2007 um 17:13 Uhr |
Ja,
ich merke, das es nicht einen Sinn hat, weiter zu discutieren. So lassen wir es beruhen.
Ich werde weiter Gedichte schreiben(was mir gefällt) und du betätige dich weiterhin als Literaturpapst, (wie es dir gefällt)
Nur zu eine Bemerkung. Zu weiteren will ich nicht eingehen.
"das zarte Reh, es springt wie wild."
-obwohl es zart ist, ja, es soll sich ja reimen.
Natürlich kann man zart sein (körperlich) und wild.
Auf diesem Niveau bewegen sich deine alle anderen Bemerkungen.
Allerdings muss ich sagen, das es eine Übersetzung aus dem finnischen Original ist. Bin Finne. Fast alles was ich schreibe ist zuerst auf finnisch.
Doch am finnischen Text, der sich in die Ausagen nicht vom deutschen unterscheidet, hat niemand den Gedanken gehabt wie du. Und das ist auch ein Mastab.
Nun lasse ich es wirklich ruhen!
Wünsche noch alles Gute.
Mande
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Arjuna
Mitglied
  485 Forenbeiträge seit dem 27.02.2007

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| 5. Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 19.03.2007 um 17:38 Uhr |
Nicht doch, solche Animositäten sind nicht nötig...
Wer seiner selbst sicher ist, kann und muss auch Kritik vertragen.
Ich bin oft genug "niedergemacht "worden, um sowas mit Gelassenheit anzugehen.
Ich bin nicht schwierig, und du solltest es auch nicht sein.
Einfach von einer netten Seite anschauen!
Und jetzt:
yksi, kaksi, kolme - weiterdichten.
- Ich bin nicht immer meiner Meinung - Paul Valéry
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JH
Mitglied
 275 Forenbeiträge seit dem 21.02.2007

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| 6. Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 20.03.2007 um 14:55 Uhr |
Zitat:
Der ferne Gott
Ein zartes Reh
auf heller Lichtung;
der Jäger
ist zum Schuss bereit.
Ein ferner Gott
bedient den Hebel;
der Jäger sieht
die Ewigkeit.
Das zarte Reh;
es springt wie wild.
Der ferne Gott;
er lächelt mild.
Meine Interpretation:
Genauso ist es um das Leid des Lebens bestellt. Es kann von göttlicher Seite nicht
wirklich wahrgenommen werden.
MASSONI
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mande
Mitglied
  365 Forenbeiträge seit dem 12.02.2007
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| 7. Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 20.03.2007 um 15:13 Uhr |
Vilen Dank J H, von deine Bemerkung.
Ich weiss nicht, ob man sagen kann, das es eine ´Grosse Satire´gibt und eine ´Kleine Satire`. Nun, was es auch gibt. ich selbst habe es als eine ´Kleine Satire´ angesehen meine kleinen Zeilen.
Sicher, es gibt immer oft ein Unterschied zwischen dem was man meint, und wie der Leser es auffasst. Soweit in Ordnung. Und oft kommt man aufeinander zu.
Über deine Interpretation werde ich nachdenken.
Allerdings bin ich Atheist so das mir eine ´göttliche´Seite fremd ist.
Dennoch, dein statement war sachlich wofür ich mich bedanke.
Mit Grüssen,
Mande
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Devun
Mitglied
 16 Forenbeiträge seit dem 20.03.2007
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| 8. Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 21.03.2007 um 20:47 Uhr |
Sehr süß...
Leider habe ich noch nicht ganz verstanden, welche Rolle Gott in deinem Werk spielt.
Du sagst, dass du Atheist bist, obwohl du in deinem Gedicht einen "fernen Gott" voraussetzt.
Ich kann daher keinen Atheismus erkennen, sondern hätte dein Gedicht dem Deismus zugeordnet.
Es existiert zwar ein Gott, der aber keinen Einfluss auf das weltliche Geschehen hat.
Oder habe ich einen Denkfehler? Greift der "ferne Gott" in das Geschehen ein?
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